Donnerstag, 20. Januar 2011

Collage



Collage



Die Collage nimmt Bezug auf einen Auschnitt aus einem Buch zum Eisenbahnverkehr des 19. Jahrhunderts in Amerika von Wolfgang Schivelbein. Immer wieder wurde in diesem Auszug auf das Verhältnis von Raum und Zeit und auch den durch die Industrialisierung hervorgerufenen Kontrast zwischen Umwelt und Natur angespielt.



In dem oberen Drittel ist durch viele kleine Bilder die Besiedlung der USA zu sehn. Es sind verschiedene Bahnstrecken und Landkarten zu durch die klar wird, wie die Ausbreitung und Besiedelung durch das Dampfschiff anfing. Ebenfalls wird der Kontrast der unterschiedlichen Bauweise der Wagen beleuchtet. Der untere Teil beschäftigt sich mit der Einführung der Zeit, die durch die Zugverbindungen notwendig wurde, um eine einheitliche Zeit zu schaffen.
 



 BUCHTEXT:

Die Geschichte der Eisenbahn in den USA unterscheidet sich von der darin, dass die Bahn hier nicht der industrielle Nachfolger eines voll entwickelten vorindustriellen Verkehrssystems wurde, sondern dass durch sie eine bis dahin unbesiedelte Wildnis überhaupt erst erschlossen wurde. Die amerikanische Kultur begann das mit dem Eisenbahnwesen, sagt Max Maria von Weber, was die europäische mit ihm
vollendete; vor dem einfachen Fusspfade, vor der Saumtierstrasse streckte sich die Eisenbahn in die Wilde Savanne und in den Urwald.
In Europa hat das Eisenbahnwesen Verkehre zu vermitteln, in Amerika zu schaffen.

Jede Form der Mechanisierung wird daher, weil niemand durch sie arbeitslos wird, als schöpferisch erfahren.
Die Mechanisierung des Verkehrswesens wird nicht wie in Europa als Zerstörung einer traditionellen Kulturlandschaft erlebt, sondern als Gewinnung einer Zivilisationslandschaft aus der bis dahin wertlosen, weil unzugänglichen Wildnis.
Weil das Transportwesen nicht lediglich bestehenden Verkehr verwandelt, sondern neue Gebiete dem Verkehr erschliesst, erscheint es in einem für europäische Verhältnisse unvorstellbarem Maße produktiv.

Die industrielle Revolution wird in den USA als natürlich erlebt, nicht nur weil sie von Anfang an in der amerikanischen Geschichte enthalten ist, die sozusagen nichts anderes kennt, sondern auch, weil sie, indem sie zuerst die Agrikultur und das Transportwesen erfasst, in einem ganz konkret unmittelbaren Zusammenhang mit Natur steht.

Die Knappheit von Kapital und Arbeit in den USA führte zu neuartigen Formen der Rohstoffgewinnung, einem hemmungslosen Raubbau scheinbar unerschöpflicher Naturressourcen, wobei die Hemmungslosigkeit eine Form des niedrigen Kapital- und Arbeitseinsatzes war. Die Anwendung desselben Prinzips im Verkehrswesen führte zu ganz anderen Resultaten.
Nicht hemmungsloser Raubbau an der Natur, sondern gleichsam mimetische Ausnutzung der vorhandenen natürlichen Verkehrswege, der Wasserstrassen. >>Die Binnenverkehrswege, deren Nutzung den geringsten Kapitalaufwand verlangte, waren die Flüsse<<, charakterisieren Cleveland und Powell die frühe amerikanische Verkehrsentwicklung, die tatsächlich fast ausschliesslich auf den natürlichen Wasserwegen basierte.

Die Motivation, die natürlichen Wasserwege auszunutzen, ist
dieselbe Wie die, die hinter dem extensiven Raubbau steht:
>>substitution of natural resources for capital<< die Wasserwege. Diese stellen das wesentliche Verkehrssystem dar.

Über die natürlichen Wasserwege findet die Besiedlung statt und sie sind bis weit ins 19. Jahrhundert hinein der Hauptverkehrsweg sowohl für Waren wie für Personen. Wie sehr
der Wasserverkehr das amerikanische Verkehrsbewusstsein geprägt hat, ersieht man noch heute daran, dass das amerikanische Wort für englisch >>{to transporta - to shig<< ist, gleichgültig ob der Verkehrsakt zu Land oder zu Wasser
stattfindet. Diese Rolle konnten die Wasserwege nur spielen,weil sie in einer Fülle vorhanden waren,

Hier wird, wo immer möglich, auf Wasserwegen gereist.

Man kann den amerikanischen Dampfer die erste Transportrevolution noch vor der Eisenbahn nennen. Erst durch die Anwendung der Dampfkraft wurden die Fluss Systeme von Mississippi und Ohio in beiden Richtungen befahrbar, Die Frachtraten wurden in einem Maße reduziert, daIss die spätere Eisenbahn keine Weitere Verbilligung mehr darstellte, sondern lediglich eine Übertragung in Regionen, die dem Wasserverkehr nicht zuglänglich waren.

Die amerikanische Eisenbahn setzt fort, was mit dem Flussdampfer begonnen wurde. Das gilt, wie wir sehen werden, für das Design der Waggons. Es gilt nicht minder für die Anlage der Bahnstrecke selber.

In den USA sind umgekehrt Arbeitskräfte teuer, Grund und Boden ist so gut wie wertlos. Nach dem Prinzip >>natural resources for capital<< wird die amerikanische Strecke nicht als gerade Linie, d. h. durch Naturhindernisse hindurch gebaut, sondern, in der eines Flusslaufs, um die Hindernisse herum geführt.

Die Eigentümlichkeit der amerikanischen Strecke, keine Gerade zu sein, sondern kurvenreich, fällt allen europäischen Beobachtern als Hauptmerkmal der amerikanischen Bahn auf. Sie gehört von Anfang an zur Entwicklung der Bahn in den USA


Dieser amerikanischen etwas mitleidig-herablassenden Einschatzung ist nicht bekannt, dass die geradlinige Bauweise nicht etwa ästhetisch sondern durchaus technisch motiviert ist. Die starren Achsen der englischen Schienenfahrzeuge erfordern
eine möglichst gerade Strecke.
In einer zu scharfen Kurve würde ein englischer Wagen notwendig entgleisen.
Wie kommt es nun, dass die amerikanischen Bahnen mit ihrer kurvenreichen Strecke dieses technische Problem offenbar nicht hatten?
 





 


info per : philipp.mohr@uni-weimar.de


 

Freitag, 14. Januar 2011

Umgestaltung




Umgestaltung der Bibliotheksfasade am Entenanger in Kassel







Praktikum / Atelier 30



Modellbau einer Cafeteria









In meinem dreimonatigen Praktikum in dem Architekturbüro Atelier 30 beschäftigte ich mich unterschiedlichen Bereichen. Eine davon war der Modell bau von unterschiedlichen Gebäuden. Ein weiterer war die Bearbeitung von Bildmaterial für Prospekte und Internetseiten.






















Mittwoch, 15. September 2010

Couch Nr.3



Abschlussarbeit / Werkakademie









Einleitung

In dem von mir gewählten Prüfungsthema war meine Aufgabe aus einer zweidimensionalen Schrift ein dreidimensionales Raumobjekt zu gestalten. Zunächst musste ich mir klar werden in welche Richtung ich mich bewege.

Leuchte, Tisch oder Wandgestaltung. Aus eigenen  Nutzungsgründen entschied ich mich für eine Sitz- Liegemöbel. Meine Persönlichen Anforderungen waren eine erhöhte Kombinationsmöglichkeit je nach dem wie viele Besucher man hat. Erster Schritt war Wörter, die ich mit dem Wort sitzen assoziiere, aufzuschreiben. Zum Beispiel liegen, ruhen, Schutz, spielen und entspannen. 

Durch kleine Skizzen entschied ich mich für das Wort “Sofa”. Durch füllen der einzelnen Buchstaben bekam ich eine große Sitzfläche und meine vier Solitäre, die ich nach belieben umstellen konnte.

In der Zeit entstanden noch viele andere Ideen der Form oder Verwendung der Schrift. Als Grundidee diente mir das “S”, mit meiner Handschrift erzeugte ich ein geschwungenen Buchstaben. Es folgten viele Skizzen, die zur Ideenfindung dienten. Unterschiedlichste Ansätze entstanden. Ein Sofa  auch Couch, Kanapee oder in Österreich teilweise Bettbank genannt, ist ein mehrsitziges gepolstertes Sitz- und Liegemöbel, das sich auch für den kurzen Mittagsschlaf eignet. Sofa leitet sich von arabisch suffah für Ruhebank ab. Das Wort Sofa ging Ende des 17. Jahrhunderts in den deutschen Sprachgebrauch über.


 Geschichte

Sofas existieren in zahlreichen Varianten. Das so genannte Ostfriesensofa ist ein Tisch- oder Küchensofa mit seitlich abklappbaren Armlehnen. Weitere Bauarten sind die Ottomane, die Chaiselongue. 
Als Chaiselongue wird seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts ein niedriges, gepolstertes  Liegemöbel für eine Person bezeichnet. Merkmale dieses Ruhe- oder Tagebettes sind ein erhöhtes Kopfende und ein einheitlicher Bezug, der, abgesehen von den Stützen, sämtliche Konstruktionsteile bedeckt.Aufgrund ihres geringen Sitzkomforts wird der eher selten gewordenen Chaiselongue heute die Bettcouch vorgezogen.

Diese eignet sich sowohl zum bequemen Liegen als auch zum Sitzen und verbindet damit die Funktion der Chaiselongue mit jener des Sofas. Und das ausziehbare oder ausklappbare Sofa, dessen Liegefläche sich durch einen einfachen Mechanismus zum bequemen Schlafplatz vergrößern lässt,







Meine ersten Modelle, die ich auf Papier gezeichnet habe ich in Styrodur umgesetzt. Dies diente zur Optischen Überprüfung und um festzustellen wie die Formen dreidimensional wirkten. Mit diesen Modellen konnte ich neue Anordnungen und neue gestalterische Aspekte aufzeigen, es kamen neue Anwendungsmöglichkeiten der Formen zum Vorschein, zum Beispiel für Wandgestaltungen.


Um an dem Entwurf digital weiter arbeiten zu können scannte ich die von handgezeichneten Buchstaben ein und legte an den Kanten ein Raster fest, aus dem dann die Grundflächen des Möbels entstanden. Mit diesen vier Grundflächen spielte ich im Photoshop. Ich veränderte die Anordnungen, die Größe und die Art der Linien. So entstanden viele Entwürfe, die für neue Projekte als Formfindung dienen können, zum Beispiel für Architektur, Wandgestaltungen, Regalsysteme oder als Aufdruck eines Kleidungsstückes (Muster).




Durch die Arbeit am PC entstanden viele unterschiedliche Formen, die alle ihren Reiz und Anwendungsmöglichkeiten hatten. Ich veränderte die Neigungen und die Winkel der einzelnen Buchstaben.  Auf Grund der Formsprache entschied ich weiter an dem dynamischen Entwurf zuarbeiten. Dieser bot mir die Möglichkeit einzelne Buchstaben als selbstständiges Möbel zu sehen.  

Meine Wahl fiel auf das “S”, aus dem später mein Endprodukt wurde. Um ein Gefühl der Proportionen zubekommen legte ich eine eins zu zehn Zeichnung an. Auf Grund vorhergegangener Entwürfe, die als Farbentwürfe dienten, entschied ich mich für eine Dreiteilung der Grundfläche. Durch diese entstanden drei Solitäre, die für sich stehen können und somit mehr Anordnungsmöglichkeiten, aber auch eine große Sitz-Liegefläche bieten. Der  Entwurf stand fest es folgten Farbmuster und Konstruktionsideen.


Form und Konstruktion standen fest nun waren Materialien und Farben an der Reihe. Bei den Materielideen gibt es je nach Kundenwunsch unterschiedlichste Möglichkeiten der Polsterung, Farbe oder Konstruktion, von Betongrundgerüßt mit Kissen bis hin zu einer sichtbaren Holzkonstruktion.





Bei den Materialien orientierte ich mich an den aktuellen Möbel, die eine Kombination  aus unterschiedlichen Materialien der Polsterung sind. Zum Bsp. so wie bei mir Leder und Stoff.








Der Bau des Möbels fing mit der Zeichnung des Grundrisses an. Dort konnte ich die Winkel und die Maße ablesen, die ich zum zuschneiden der einzelnen Holzbretter brauchte. Der erste Arbeitsschritt war die Grundplatten zuzuschneiden. Danach wurden die Kieferbretter auf länge geschnitten und mit Vierkanthölzern in den Ecken an den Bodenplatten festgeschraubt. Als Sitzauflage dient eine weitere Platte, die auf den  Vierkanthölzern ruht. So entstanden die drei Module, die zum Liegen einladen. Ein weiteres Element ist die Rückenlehne, die nach Bedarf montiert werden kann. Diese wird an dem größten Modul festgeschraubt.











 info per : philipp.mohr@uni-weimar.de









Donnerstag, 5. August 2010

Feuerstelle













info per : philipp.mohr@uni-weimar.de